Die ING hat den Festgeldzins erhöht. Für viele Anleger bleibt das Angebot jedoch enttäuschend. Wer sein Geld profitabler anlegen möchte, sollte lieber bei dieser Bank zuschlagen.

Die ING zählt zu den beliebtesten Direktbanken in Deutschland. Das niederländische Geldhaus ist bisher allerdings nie wegen hoher Festgeldzinsen aufgefallen. Das soll sich mit dem aktuellen Angebot* ändern. Allerdings hinkt die ING der Konkurrenz bei diesem Punkt deutlich hinterher.

Neuer Festgeldzins bei der ING

Spannende Neukundenangebote, die häufig Geldboni enthalten, wenn Sie ein neues Girokonto oder Depot eröffnen, sind bei der ING an der Tagesordnung. Allerdings ist vor allem der Guthabenzins aufs Festgeld eher mittel- bis unterdurchschnittlich. Aus diesem Grund bietet die ING ab sofort folgende Konditionen* an:

• 3 Monate - 1,6 Prozent p.a.

• 6 Monate - 2,0 Prozent p.a.

• 12 Monate - 2,1 Prozent p.a.

• 18 Monate - ab 2,2 Prozent p.a.

Wer die längste Variante entscheidet wählt, kann sogar bis zu 2,4 Prozent erhalten - allerdings gilt dieser Zins nur für Einlagen in Höhe von mindestens 250.000 Euro. Waren bisher nur drei oder sechs Monate möglich, hat die ING nun auch längere Laufzeiten im Angebot. Außerdem sinkt die Mindesteinlage von 10.000 Euro auf 5.000 Euro; maximal sind weiterhin eine Million Euro möglich.

Ansonsten ähnelt auch das ING-Festgeld vergleichbaren Angeboten: Die Zinszahlung erfolgt nach Ablauf der Anlagedauer, die Berechnung basiert auf jährlicher Basis und eine Kündigung ist notwendig, um das Festgeld zu beenden. Einlagen sind zudem über den privaten Einlagensicherungsfonds bis einer Summe von drei Millionen Euro pro Bank und Person geschützt. Das ING-Angebot* ist vor allem dann spannend, wenn Sie eine Festgeld-Möglichkeit mit geringer Laufzeit suchen.

Direkt zum Angebot der ING

Die bessere Alternative Festgeld-Alternative zur ING

Der neue Festgeld-Zins der ING ist im direkten Vergleich dennoch chancenlos. Das beste Beispiel hierfür liefert die tschechische J&T Direktbank. Das Finanzinstitut agiert in Deutschland ebenfalls als Direktbank und hat seinen Fokus klar auf zinsbringende Anlagen gelegt. Dabei bietet das Geldhaus folgende Festgeld-Konditionen*:

• 6 Monate - 2,7 Prozent p.a.

• 12 Monate - 3,0 Prozent p.a.

• 18 Monate - 3,1 Prozent p.a.

• 24 Monate - 3,2 Prozent p.a.

• 36 Monate - 3,2 Prozent p.a.

Neben den höheren Zinsen beträgt die Mindesteinlage bei der J&T Direktbank auch nur 1.000 Euro. Allerdings ist die maximale Einlage auf 250.000 Euro begrenzt. Zusätzlich erfolgt die Zinsauszahlung jährlich und auf das kostenlose Tagesgeldkonto der J&T Direktbank, das aktuell mit 2,0 Prozent p.a. verzinst wird. Der größte Nachteil gegenüber der ING liegt jedoch in der Einlagensicherung: Das Geldhaus ist keinem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen, wodurch "nur" die gesetzliche Einlagensicherung greift, die Gelder bis 100.000 Euro pro Person schützt.

Immerhin: Wer sein Geld für zehn Jahre anlegen* möchte, hat bei der J&T Direktbank die Möglichkeit, ganze 3,5 Prozent p.a. abzugreifen. Mehr bietet kaum jemand.

Direkt zum Angebot der J&T Bank

ING oder J&T Direktbank: Welches Festgeld lohnt sich mehr?

Wer nur auf den Zins achtet, wählt die J&T Direktbank. Auch die geringere Mindesteinlage ist deutlich spannender. Allerdings müssen potenzielle Anleger auch an die Sicherheit ihres Geldes denken. Die Einlagensicherung bei der ING ist im Krisenfall die bessere Wahl. Außerdem ist der Tagesgeld-Zwang für einige ein Hindernis. Möchten Sie zudem mehr als 250.000 Euro anlegen, fällt das Angebot der J&T Direktbank ohnehin weg.

Dennoch ist der Ertrag auf Einlagen unter diesem Grenzbetrag bei der tcheschischen Bank besser. Wer also nicht auf den Ertrag verzichten möchte oder Wert auf höhere Zinsen legt, ist mit dem Festgeld der J&T Direktbank* gut beraten. Legen Sie mehr Wert auf Sicherheit oder haben vor, eine höhere Einlage zu tätigen, ist die ING* spannender. Für wen beides nicht in Frage kommt, kann im Festgeld-Vergleich von BÖRSE ONLINE noch weitere spannende Angebote entdecken.

Passend dazu: Sind Sie auf der Suche nach einer kurzfristigen Anlage, sollten Sie bei der Bigbank vorbeischauen. Hier gibt es jetzt 4,05 Prozent für vier Monate aufs Tagesgeldkonto.

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Häufig gestellte Fragen

Warum sind Festgeldzinsen bei Direktbanken oft besser als bei Filialbanken?

Direktbanken haben meist geringere Kosten, weil sie ohne dichtes Filialnetz arbeiten. Diese Einsparungen können sie häufiger in Form besserer Zinsen an Kundinnen und Kunden weitergeben.

Ist ein höherer Festgeldzins immer das bessere Angebot?

Nicht unbedingt. Neben dem Zinssatz spielen auch die Einlagensicherung, die Mindesteinlage und die Laufzeit eine wichtige Rolle. Wer größere Summen anlegt oder maximale Sicherheit möchte, fährt nicht automatisch mit dem höchsten Zins am besten.

Was ist besser: Festgeld oder Tagesgeld?

Festgeld lohnt sich eher, wenn Sie Ihr Geld für eine feste Laufzeit parken und dafür einen stabilen Zinssatz sichern wollen. Tagesgeld ist flexibler, eignet sich aber eher für kurzfristige Rücklagen und kann jederzeit im Zins fallen.

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