Die Bundesregierung plant steuerliche Einschränkungen für Anleger. Betroffen sind Kryptowährungen wie Bitcoin. Eine Initiative stellt sich jetzt dagegen.

Anleger können Gewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowerten nach derzeitiger Rechtslage steuerfrei realisieren. Die Regelung gilt allerdings nur dann, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung zwölf Monate liegen. Ein aktueller Gesetzesentwurf vom Bündnis 90/Die Grünen soll die Haltefrist nun abschaffen, so dass Gewinne unabhängig von der Haltezeit versteuert werden müssten. Schon in den Eckwerten für den Bundeshaushalt 2026 hatte die Bundesregierung dieses Ziel verfolgt. Dagegen regt sich nun Widerstand. Unter dem Motto „Haltefrist erhalten – Sparer schützen“ hat die Initiative ProHaltefrist eine Petition gestartet.

ProHaltefrist will steuerliche Vorteile erhalten

"Wer Bitcoin oder andere Kryptowerte langfristig hält, handelt nicht als kurzfristiger Spekulant, sondern betreibt eigenverantwortliche Vermögensbildung. Die Haltefrist ist kein Steuerschlupfloch, sondern ein bewährter und verlässlicher steuerlicher Rahmen für langfristiges Sparen", arguemntiert die Initiative ProHaltefrist in einer Pressemitteilung. Die Änderung der Gesetzeslage würde dazu führen, dass Rechtssicherheit und langfristige Vermögensbildung In Gefahr wären, hieß es weiter.

Kern der Initiative ist eine Bundestags-Petition für die Beibehaltung der Haltefrist, die der Bitcoin-Bundesverband am 30. Mai eingereicht hat. Auch die bisherige Einordnung von Kryptowerten als "andere Wirtschaftsgüter" soll erhalten bleiben. Aktuell befindet sich die Petition im Prüfverfahren. Sobald die Mitzeichnungsfrist beginnt, benötigt die Initiative 30.000 Unterschriften. Wird das Ziel erreicht, müsste eine öffentliche Beratung im Petitionsausschuss stattfinden.

Passend dazu: Ob Kryptowerte langfrsitg ähniche stabile Erträge abwerfen Aktien, ist noch nicht ausgemacht. Wer lieber in Unternehmenn investiert, die das Potenzial haben, auch in Jahrzehnten noch auf ihren Märkten führend zu sein, findet im "Aktien für die Ewigkeit"-Index von BÖRSE ONLINE passende Aktien.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

ProHaltefrist hilft privaten Anlegern

Jetzt komme es darauf an, "dass die vielen betroffenen Bürgerinnen und Bürger sichtbar werden", schreibt ProHaltefrist. "Jede Mitzeichnung hilft, der Politik zu zeigen: Langfristiges Sparen, finanzielle Eigenverantwortung und verlässliche steuerliche Rahmenbedingungen müssen geschützt werden." Die Initiative wird von einer breiten Allianz aus der deutschen Bitcoin-und Krypto-Community getragen. Dazu gehören private Sparer, Unternehmen, Medien, Verbände, Steuerexperten, Krypto-Dienstleister, YouTuber, Podcaster, Influencer und Communities.

Auf der Plattform der Initiative können sich Interessierte über die aktuelle Rechtslage und den aktuellen Stand der Petition informieren. Sollte die Bundesregierung die Haltfrist tatächlich abschaffen und damit eine Steuerpflicht einführen, wären vor allem private Anleger betroffen. Die Haltefrist, wie sie auch für Anlagen in Gold gilt, erhöht für langfristig orientierte Anleger die Rendite ihre Kryptoanlagen. Viele, die in Kryptowerte investieren, denken dabei eher langfristig. Eine steuerliche Änderung könnte dazu führen, dass Anleger sich nach Alternativen umschauen und ein Abfluss aus Kryptowährungen stattfindet.

Bitcoin steuert auf neuen Tiefstwert zu

In den vergangenen zwölf Monaten verlor der Bitcoin zudem fast 40 Prozent an Wert. vergangenen Freitag erholt esich der Kurs dann leicht und verzeichnete ein Plus von 0,62 Prozent. Würden sich deutsche Anleger aufgrund der Steuerplficht vermehrt aus den Kryptomärkten zurückziehen, könnte das zusätzlichen Druck auf den Preis auslösen. Bis es  einer Entscheidung kommt, wird jedoch noch einige Zeit vergehen.

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Häufig gestellte Fragen

Warum ist die Haltefrist bei Kryptowährungen steuerlich so wichtig?

Die Haltefrist entscheidet darüber, ob Gewinne aus dem Verkauf privater Kryptowährungen steuerfrei bleiben können. Für viele Anleger ist das besonders relevant, weil es die Nachsteuerrendite bei langfristigen Investments spürbar beeinflusst.

Welche Folgen hätte eine Abschaffung der Haltefrist für Bitcoin-Anleger?

Wenn Gewinne unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig würden, könnte das langfristiges Halten unattraktiver machen. Manche Anleger würden ihre Strategie dann stärker an kurzfristigen Kursbewegungen ausrichten oder in andere Anlageklassen umschichten.

Welche alternativen Anlagestrategien könnten Bitcoin-Anleger prüfen?

Je nach Risikoprofil kommen neben Kryptowerten auch Aktien, ETFs oder andere Sachwerte infrage. Wichtig ist dabei, die steuerlichen Rahmenbedingungen, die Volatilität und den Anlagehorizont immer gemeinsam zu betrachten.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.