Mehrere Marktindikatoren deuten darauf hin, dass Bitcoin kurz vor einem Tiefpunkt steht. Was Analysten jetzt erwarten.

Nach Monaten des Kursverfalls stellt sich für Bitcoin-Anleger eine Frage immer drängender: Ist die Talsohle endlich erreicht? Mehrere Krypto-Analysehäuser liefern nun Antworten – und die klingen vorsichtig optimistisch. 

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63.000 Dollar: Die magische Marke für die Trendwende

Laut dem Analysehaus 10x Research könnte Bitcoin seinen Bärenmarkt-Tiefpunkt im August bestätigen – vorausgesetzt, der Monat schließt oberhalb von 63.000 US-Dollar. Markus Thielen, Gründer von 10x Research, legte in einem Bericht, der dem Fachmedium "Cointelegraph" vorlag, dar, dass der Juli-Schlusskurs noch knapp unterhalb der entscheidenden Schwelle geblieben war.

Ein Monatsabschluss nahe 63.000 Dollar würde mehrere hauseigene Zyklusindikato­ren ins Bullische drehen. Zum Zeitpunkt der Analyse notierte Bitcoin bei 63.140 Dollar – ein vergleichsweise geringer Kursanstieg gegenüber dem Juli-Schlusskurs hätte demnach ausgereicht, um das Umkehrsignal auszulösen. 10x Research hält weiterhin an Long-Positionen fest, würde jedoch bei einem Unterschreiten wichtiger Unterstützungsniveaus und gleitender Durchschnitte zu einer neutralen Haltung wechseln. Entscheidend sei nun, wie sich Fed, Zinsen und Geopolitik weiterentwickeln.

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Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Bitcoin-Tiefpunkt bald erreicht? Das sagen andere Analysten

Unabhängig davon äußerte sich auch Zach Pandl, Forschungsleiter beim Krypto-Vermögensverwalter Grayscale, zuversichtlich. In einem Bericht vom 22. Juli schrieb Pandl, Bitcoin könnte seinen Zyklus-Tiefpunkt früher erreicht haben als der klassische Vier-Jahres-Zyklus vermuten lässt – dieser würde das Tief erst im September oder Oktober erwarten. Auch Pandl sieht die Geldpolitik der Fed als entscheidenden Treiber für den weiteren Kursverlauf.

Und bereits Anfang Juli hatte das Krypto-Brokerhaus K33 darauf hingewiesen, dass mehr als die Hälfte des gesamten Bitcoin-Angebots zu Verlustpreisen gehalten wird – ein Zustand, der historisch als Vorbote eines Markttiefs gilt. In den Zyklen von 2017, 2018 und 2022 erreichte Bitcoin seinen Tiefpunkt innerhalb von 13 bis 31 Tagen, nachdem dieselbe Schwelle überschritten worden war.

Weiterführende Links

Was Anleger jetzt beachten sollten

Für Bitcoin-Investoren gilt in dieser Phase vor allem eines: Ruhe bewahren. Historisch gesehen waren die Wochen rund um den Markttiefpunkt stets von hoher Volatilität und negativer Stimmung geprägt – genau jene Phase, in der erfahrene Langfristanleger ihre Positionen aufgebaut haben. Wer bereits investiert ist, sollte seine Einstiegspreise und persönliche Risikotoleranz im Blick behalten. 

Für Neueinsteiger empfiehlt sich ein gestaffelter Einstieg per Cost-Averaging, um das Timing-Risiko zu reduzieren. Wichtig: Bitcoin bleibt ein hochspekulatives Asset – Experten raten, nicht mehr zu investieren, als man im Verlustfall verkraften kann. Wer auf eine Erholung setzt, sollte zudem die makroökonomischen Signale – insbesondere die Fed-Zinsentscheidungen im September – genau im Auge behalten, da diese den nächsten größeren Kursbewegungen die Richtung vorgeben dürften.

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Häufige Fragen

Wann erreicht Bitcoin seinen Tiefpunkt im aktuellen Bärenmarkt? 

Laut 10x Research könnte ein Monatsabschluss über 63.000 Dollar im August ein technisches Bodensignal liefern. Grayscale hält einen früheren Zyklus-Tiefpunkt für möglich, während der klassische Vier-Jahres-Zyklus das Tief erst im Herbst erwarten würde.

Welche Faktoren beeinflussen den Bitcoin-Kurs am stärksten? 

Aktuell dominieren makroökonomische Faktoren wie die US-Zinspolitik der Federal Reserve und die Entwicklung der Anleiherenditen den Bitcoin-Kurs. Daneben spielen angebotsseitige Faktoren wie Miner-Verkäufe und geopolitische Unsicherheiten eine Rolle.

Was bedeutet es, wenn mehr als die Hälfte des Bitcoin-Angebots im Verlust gehalten wird? 

Historisch gesehen ist dies ein starkes Signal für eine nahende Bodenbildung. In den Bärenmärkten 2017, 2018 und 2022 folgte der tatsächliche Tiefpunkt jeweils innerhalb weniger Wochen auf dieses Ereignis.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.