ABBOTT PARK (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern Abbott will sein Ernährungsgeschäft in ein eigenständiges und börsennotiertes Unternehmen ausgliedern. Die Abspaltung solle bis Ende 2027 abgeschlossen sein, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch mit. Abbott will sich auf Medizintechnik, Diagnostik und Medikamente konzentrieren und verspricht sich von der Trennung ein beschleunigtes Umsatzwachstum und bessere Margen. Der Aktienkurs fiel im vorbörslichen US-Handel um rund 4 Prozent.

Das abgespaltene Unternehmen solle mit Marken wie Similac, PediaSure, Pedialyte, Glucerna und Ensure antreten und damit im schnell wachsenden Ernährungsmarkt weltweit führend sein, hieß es weiter. Zuletzt erwirtschaftete Abbott in dem Bereich den Angaben zufolge mit rund 16.000 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von rund 8,5 Milliarden US-Dollar.

Vor der Trennung erwartet der Konzern einmalige Kosten, deren Höhe noch offen ist. Die geplante Transaktion habe keinen Einfluss auf die Ergebnisprognose für 2026 oder den Ausblick für 2027, den Abbott im Januar vorlegen will, hieß es weiter.

Im dritten Quartal konnte Abbott seinen Umsatz im Jahresvergleich um 14,5 Prozent auf 13 Milliarden Dollar steigern. Dabei lieferte auch die Übernahme des Krebsdiagnostik-Unternehmens Exact Sciences im März Rückenwind. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie stieg um gut 9 Prozent auf 1,42 Dollar. Für das Gesamtjahr peilt die Unternehmensführung hier nun 5,50 bis 5,55 Dollar an, nachdem bisher 5,45 bis 5,60 Dollar im Plan gestanden hatten./tav/mis/jha/

Quelle: dpa-Afx