FRANKFURT (dpa-AFX) - Gekappte Mittelfristziele haben die Aktien von Schaeffler
Zuvor war die Jahresbilanz des Titels fast ausgeglichen. Das Papier hat aber in diesem Jahr ohnehin schon starke Schwankungen hinter sich. Zunächst ging es mit der Fantasie um die Chancen im Zukunftsfeld mit humanoiden Robotern steil bis auf fast 12 Euro nach oben. Dann fiel der Jahresausblick mau aus und setzte der Aktie zu. Bis Anfang Juni erholte sie sich wieder fast bis an das Jahreshoch, bevor erneut ein Abwärtstrend einsetzte.
Der Auto- und Industriezulieferer strich wegen der schlechten Lage in der Autoindustrie seine mittelfristigen Geschäftsziele zusammen. Vor allem der mit dem Vitesco-Zukauf verstärkte Bereich rund ums Elektroauto macht Probleme und wächst bis 2028 nicht so stark, wie Vorstandschef Klaus Rosenfeld es eingeplant hatte. Auch mit dem Erreichen der operativen Gewinnschwelle in der Sparte wird es bis dahin wohl nichts werden.
Analystin Vanessa Jeffriess von der US-Investmentbank Jefferies schrieb, der Konzern liege mit seiner Umsatzprognose für 2028 nun auf Augenhöhe mit ihren eigenen Schätzungen. Allerdings sei sie vorsichtiger als das Gros der Experten gewesen. Beim operativen Ergebnis habe sie gar weniger auf dem Zettel als Schaeffler jetzt anpeile. Der Schnitt der Analysten dürfte aber enttäuscht werden, insbesondere da das Erreichen der Gewinnzone in der Sparte für Elektromobilität zentral für die Anleger sei.
Die Anleger erwarteten weitere Belege dafür, dass der Geschäftsbereich E-Mobilität des Auto- und Industriezulieferers mittelfristig die Gewinnschwelle erreicht, bemerkte JPMorgan-Experte Jose Asumendi./edh/jsl/mis
Quelle: dpa-Afx