FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Analystenkommentar von Goldman Sachs hat die Ottobock
Zuletzt verlor das Papier des Spezialisten für Orthopädietechnik, der vor rund einem Jahr an die Börse gegangen ist, 3,4 Prozent auf 49,42 Euro. Zeitweise war der Kurs bis auf 48,00 Euro gesackt. Der Kleinwerte-Index SDax
Analyst Richard Felton von Goldman Sachs geht davon aus, dass sich das Umsatzwachstum von Ottobock im dritten Quartal verlangsamt hat. Die sich fortsetzende Schwäche in Nordamerika bremse, schrieb er in seinem Ausblick auf den am 12. November erwarteten Quartalsbericht. Dabei senkte er sein Kursziel von 88 auf 75 Euro. Für das laufende Jahr sowie für 2027 und 2028 kappte er seine Prognosen für das operative Ergebnis (Ebitda) und den Gewinn je Aktie (EPS) um jeweils rund 2 Prozent. Mittelfristig bleibt Felton aber optimistisch. Sein Anlageurteil "Buy" bestätigte er.
Ottobock war am 9. Oktober zu einem Ausgabepreis von 66 Euro je Aktie an die Börse gegangen. Der erste Kurs hatte bei 72 Euro gelegen, und bis Ende November hatte das Papier dann die Marke von 76 Euro geknackt. Seither jedoch ging es in Schwüngen überwiegend abwärts, zeitweise wurde ein Rekordtief unter 46 Euro erreicht.
Ein wichtiger Grund dafür dürfte das angeschlagene Vertrauen der Anleger angesichts schwerwiegender Vorwürfe des Leerverkäufers Grizzly im Mai gewesen sein. Grizzly Research hatte unter anderem dem Mehrheitseigentümer Hans Georg Näder eine exzessive Verschuldung vorgeworfen und diese als "Damoklesschwert" für Minderheitsaktionäre bezeichnet. Zudem wurden die angeblich aggressiven Bilanzierungspraktiken kritisiert und behauptet, dass Ottobock rund ein Drittel des Nettogewinns in Russland mache. Ottobock hatte die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen./ck/tav/jha/
Quelle: dpa-Afx