SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Nach einem zurückhaltenden Wochenstart zeigten sich die Anleger an den asiatischen Börsen auch am Dienstag vorsichtig. Die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen im Iran-Krieg und wieder gestiegene Ölpreise verunsicherten, hieß es. Hierdurch seien Inflationsängste und damit die Sorge vor steigenden Zinsen wieder aufgeflammt.

Nachdem US-Notenbankchef Kevin Warsh am Freitag seine Entschlossenheit bekräftigt hatte, die Inflation in den Griff zu bekommen, richten sich die Blicke der Anleger nun auf den zu Wochenschluss anstehenden US-Arbeitsmarktbericht. Unerwartet starke Arbeitsmarktdaten könnten vom Markt als schlechte Nachricht interpretiert werden, da sie die Erwartungen einer Zinserhöhung verstärken könnten, so Analyst Chris Larkin von E*Trade.

An der Börse in Tokio gab der Nikkei 225 leicht um 0,1 Prozent auf 66.215 Punkte nach. In Südkorea ging es an den technologielastigen Märkten um 0,2 Prozent etwas nach oben auf 6.836 Zähler.

An den chinesischen Börsen lag der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen zuletzt 0,3 Prozent im Minus. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor indessen 1,0 Prozent.

Der lang erwartete Börsengang der Mode-Einkaufsplattform Shein in Hongkong fiel enttäuschend aus. Die Aktie rutschte zeitweise um knapp zehn Prozent unter den Ausgabepreis von 48,56 Hongkong-Dollar (rund 5,34 Euro). Zuletzt notierte sie noch rund drei Prozent im Minus bei 47,18 Hongkong-Dollar.

In Australien schloss der S&P ASX 200 0,1 Prozent niedriger./err/stk

Quelle: dpa-Afx