SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag verloren. Dabei kam es an den technologielastigeren Märkten zu stärkeren Abgaben.

Die Marktstrategen der Deutschen Bank führten die Abgaben auf Sorgen vor wachsender chinesischer Konkurrenz im Bereich der Künstlichen Intelligenz zurück. Hintergrund sei ein Bericht der "South China Morning Post" über Fortschritte des Speicherchiphersteller CXMT gewesen. "Die technologische Konkurrenz aus dem Reich der Mitte nährt die Sorge, wie lange sich die hohen Bewertungen und Gewinnmargen der etablierten Chipkonzerne noch rechtfertigen lassen", so Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Dies hatte schon die US-Werte aus dem Halbleiter-Segment belastet. Dem folgten nun Schwergewichte wie Samsung und SK Hynix mit kräftigen Verlusten. Der südkoreanische Kospi-Index knüpfte daher mit 5,5 Prozent Abschlag an die Vortagesverluste an. Auch taiwanesische Aktien gaben stärker nach.

Die Schwäche setzten sich bei japanischen Aktien fort. Der Leitindex Nikkei 225 schloss mit 67.777,52 Punkten 1,8 Prozent tiefer. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen neben der Technologieschwäche auf Zurückhaltung vor den Zahlen großer US-Banken. Der Finanzsektor gelte derzeit als einer der Bereiche mit dem schwächsten Wachstum im Jahresbereich, was die Vorsicht noch erhöhe.

Besser sah es an den chinesischen Börsen aus. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong sank zuletzt um 0,1 Prozent, während der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen um 0,4 Prozent nachgab. Der australische S&P ASX 200 schloss unterdessen kaum verändert./mf/stk

Quelle: dpa-Afx