SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die Börsen im asiatisch-pazifischen Raum haben ihre jüngsten Verluste am Mittwoch merklich ausgeweitet. Dabei standen vor allem die technologiewerte-lastigeren Handelsplätze unter Druck.
Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf deutliche Verluste der US-Halbleiteraktien. Auslöser sei der Druck von der Anleiheseite gewesen, nachdem die Renditen in vielen Ländern neue Mehrjahreshochs markiert hätten.
"Die Finanzierungskosten der großen Technologieunternehmen steigen mit den Langfristrenditen, und damit rückt die Frage in den Vordergrund, ob die angekündigten Investitionsprogramme in diesem Zinsumfeld Bestand haben", erläuterten die Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).
Im Hintergrund dieser Entwicklung standen wachsende Inflationssorgen. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran verschärfe die Lage von der Inflationsseite her, hieß es von der LBBW. Angesichts der angespannten Lage waren die Ölpreise jüngst wieder gestiegen.
Die Auswirkungen ließen sich in Südkorea gut ablesen. Die Halbleiter-Schwergewichte Samsung und SK Hynix zogen mit deutlichen Abgaben den Kospi um 5,8 Prozent nach unten. Vergleichsweise stark gaben auch japanische Aktien nach. Der Nikkei 225
Nicht ganz so ausgeprägt war der Verkaufsdruck an den Börsen, die in den vergangenen Monaten weniger vom Halbleiterboom profitiert hatten. Der CSI-300-Index
Überschaubar waren die Abgaben in Australien. Der Leitindex S&P/ASX 200
Quelle: dpa-Afx