SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag mehrheitlich zugelegt. Sie folgten damit den guten Techwerte-Vorgaben aus den USA.

Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf eine Kombination aus den Gewinnen der US-Halbleiterwerte und den jüngsten US-Inflationsdaten. Der Anstieg des Philadelphia-Semiconductor Index sei auffallend deutlich gewesen. Hier habe es mit den Umsatzsprung des KI-Cloud-Unternehmens Nebius am Vortag erneut positive Nachrichten gegeben.

Die mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten brachten unterdessen Entspannung. Nachdem die US-Verbraucherpreise keine erhöhten Inflationsdruck gezeigt hatten, verringerten sich die Zinserhöhungserwartungen.

Vor diesem Hintergrund zog der volatile südkoreanische Leitindex Kospi um weitere knapp drei Prozent an und ragt damit einmal mehr heraus. Damit habe sich der Markt von der Korrektur im Juli merklich erholt und die technische Lage präsentiere sich wieder deutlich günstiger, merkten die Marktstrategen der Deutschen Bank an.

Auch die halbleiterlastige Börse Taiwans legte etwas stärker zu. Ähnlich sah es am japanischen Markt aus. Der Nikkei 225 gewann 1,2 Prozent auf 68.308 Zähler.

Verhaltener gestaltete sich die Lage an den chinesischen Märkten. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen trat zuletzt auf der Stelle, während der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong um 0,2 Prozent nachgab. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass derzeit Investitionen in Südkorea gegenüber Hongkong wieder bevorzugt werden.

Der australische Leitindex S&P/ASX 200 sank unterdessen moderat um 0,23 Prozent auf 9.188,50 Punkte und entwickelte sich damit weiterhin schwankungsarm./mf/mis

Quelle: dpa-Afx