SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Der Handel an den asiatischen Aktienmärkten war am Donnerstag von Vorsicht geprägt. Gedrückt wurde die Stimmung von der Sorge um eine Ausweitung des Iran-Kriegs. Zudem schürten die hohen Ölpreise weiter Inflationsängste bei den Anlegern und damit die Sorge vor Zinserhöhungen der Notenbanken.

Örtlichen Medienberichten zufolge gab es im Bereich der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus Explosionen. Diese hätten sich auf dem Meer ereignet, hieß es weiter. Die Ursache sowie die genaueren Umstände blieben zunächst unklar.

Das US-Militär hatte zuletzt mehrfach iranische Öltanker in der Straße von Hormus oder angrenzenden Gewässern angegriffen. Es reagierte damit nach eigener Darstellung auf Attacken der Iranischen Revolutionsgarden auf US-Kriegs­schiffe in der Region.

Zwar haben sich die Ölpreise zuletzt auf hohem Niveau stabilisiert. Rohöl der Nordseesorte Brent notierte aber weiter um die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. In diesem Jahr hat es sich bislang um fast 70 Prozent verteuert.

"Die Schwankungen bei den Ölpreisen und das Anstiegspotenzial kurzfristiger Eskalationen, die wir gesehen haben, gehören zu den zentralen Risiken, die der Markt einschätzen muss, wenn wir uns dem Jahresende nähern", so Marktanalyst Yuting Shao von Manulife Investment Management.

An der Börse in Tokio stieg der Nikkei 225 leicht um 0,2 Prozent auf 65.270,95 Punkte.

In Südkorea fiel der technologielastige Leitindex Kospi indessen um 0,2 Prozent auf 7.033,92 Zähler. Die Aktie des Index-Schwergewichts Samsung Electronics schloss kaum verändert.

An den chinesischen Börsen lag der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen zuletzt 0,4 Prozent im Minus. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong büßte indessen 1,3 Prozent ein.

In Australien schloss der S&P ASX 200 1,0 Prozent tiefer./err/stk

Quelle: dpa-Afx