SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch zugelegt. Damit zeigten sich die Märkte trotz hoher Ölpreise entspannt.
Sie reagierten damit einerseits auf die jüngsten US-Inflationsdaten vom Vortag. "Die inflationsgeplagten US-Haushalte und mit ihnen die Finanzmärkte können ein wenig aufatmen", hieß es von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). "Nicht nur ist die Inflationsrate im Juni im Vergleich zum Vormonat gefallen, auch die Erwartungen der zuvor von den Nachrichtenagenturen befragten Volkswirte wurden deutlich unterboten."
Andererseits bleiben Marktteilnehmer trotz des jüngsten Säbelrasselns im Iran-Konflikt gelassen. Sie setzen nach Ansicht von Marktanalyst Jochen Stanzl darauf, "dass US-Präsident Trump die Drohkulisse gegenüber dem Iran nur deshalb immer weiter aufbaut, um danach in Verhandlungen eine bessere Position zu ergattern." Die relative Stärke der Aktienmärkte deute darauf hin, dass kaum ein Anleger von einer Rückkehr zu einem Krieg mit unkontrolliertem gegenseitigen Beschuss ausgehe.
Die technologielastigen Börsen Südkoreas und Japans legten stärker. Der südkoreanische Leitindex Kospi
Gewinne verzeichneten auch die chinesischen Börsen. Neue Wirtschaftsdaten waren uneinheitlich ausgefallen. "Der Einzelhandelsumsatz war schwächer erwartet worden, die Industrieproduktion stärker", hieß es von der LBBW. "Dahinter verbirgt sich aber eine gute Nachricht, die Nachfrage der privaten Haushalte scheint etwas zuzulegen." Der CSI-300-Index
Die Börse in Australien setzte unterdessen den Trend der kleinen Schritte fort. Der Leitindex S&P ASX 200
Quelle: dpa-Afx