SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Die vorsichtige Entwicklung der Vortage setzte sich fort.
Die Börsen reagierten damit auf gegenläufige Signale. Einerseits stützten tendenziell rückläufige Ölpreise, andererseits belasteten die Vorgaben aus den USA. "Der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank, Kevin Warsh, ließ gestern wenig Zweifel daran offen, dass die amerikanische Notenbank bei ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung im Oktober eine weitere Zinsanhebung durchführen wird", erklärte Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank. "Der neue Projektionspfad für die Zinsen ist etwas restriktiver: Der Median für den Leitzins liegt Ende 2026 und Ende 2027 nun bei jeweils 4,1 Prozent", fügte Johannes Mayr, Volkswirt beim Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz, hinzu.
Die Finanzmärkte hätten angesichts der Haltung der US-Währungshüter weitere Anhebungen eingepreist, was die Börsen entsprechend belastet habe, so die Marktstrategen der Deutschen Bank. Die Entwicklung der Ölpreise habe die Märkte dagegen etwas abgefedert. "Die Ankündigung Saudi-Arabiens, Öl über den Oman zu exportieren, nimmt etwas Druck aus dem Rohölmarkt und damit zumindest kurzfristig auch aus der Inflationsdebatte", erläuterte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.
Der japanische Nikkei 225
Auch an den chinesischen Börsen ging es dagegen nach unten. Der CSI-300-Index
Quelle: dpa-Afx