SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Am Dienstag hat der Iran-Konflikt erneut das Börsengeschehen in Fernost überschattet. Nach Angriffen der USA auf iranische Militäreinrichtungen tendierten die Märkte verhalten ohne einheitliche Richtung.

"Die Situation im Nahen Osten bleibt komplex und verworren", stellte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets fest. "Für Anleger gibt es kaum eine Chance, den zukünftigen Verlauf verlässlich zu prognostizieren." Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research, sprach von innerlicher Zerrissenheit des Marktes. "Der Markt schwankt zwischen Friedensfantasie und Eskalationsrisiko", so Emden. "Investoren dürften weiterhin auf diplomatische Fortschritte setzen, doch jeder neue Zwischenfall erinnert daran, wie fragil die Lage tatsächlich ist."

Der Nikkei 225 verlor nach den Rekordständen am Vortag 0,25 Prozent auf 64.996,09 Punkte. Dabei standen Aktien von Advantest unter Druck. Auch in Australien ging es leicht nach unten. Der australische S&P ASX 200 sank um 0,39 Prozent auf 8.692 Punkten.

An den chinesischen Festland-Börsen sah es dagegen etwas besser aus. So tendierte der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen zuletzt 0,69 Prozent höher. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong, wo am Vortag nicht gehandelt worden war, stieg um 0,41 Prozent./mf/stk

Quelle: dpa-Afx