SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten asiatischen Börsen haben am Donnerstag mehrheitlich weiter zugelegt. In Japan und Südkorea gab es sogar neue Rekordmarken.

Für gute Stimmung sorgte, dass US-Präsident Donald Trump ein Rahmenabkommen für ein Ende des Kriegs mit dem Iran unterzeichnet hat. Die Vortagsschwäche am US-Markt nach Signalen der Notenbank für künftige Zinserhöhungen ließ die Anleger in Asien kalt - zumal sich auch in New York bereits eine Kurserholung abzeichnet.

Dass Amerikas Währungshüter für das laufende Jahr mit einer deutlich höheren Inflation als bislang rechnen und statt Zinssenkungen nun zunehmend Anhebungen ab Oktober erwartet werden, belaste zwar die Aktienkurse, erklärte Marktanalyst Hebe Chen von Vantage Global Prime. Doch die anhaltende Talfahrt der Ölpreise mildere die Zinsängste etwas ab.

Die Märkte hätten schon vor Trumps Unterschrift eine schrittweise Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Meeresstraße von Hormus eingepreist, ergänzte Rajeev De Mello, Portfoliomanager bei Gama Asset Management. Es habe aber "weiterhin ein erhebliches Risiko bestanden, dass die Verhandlungen in letzter Minute scheitern könnten" - diese Sorgen seien nun weitgehend ausgeräumt.

Der japanische Nikkei 225 schloss am Donnerstag 1,65 Prozent fester mit 71.053 Punkten. Er profitierte auch davon, dass die Landeswährung Yen trotz der jüngsten Leitzinsanhebung der Bank of Japan weiter schwächelt. Dies begünstigt die Exporte des stark vom Außenhandel abhängigen Inselstaats.

Für den südkoreanischen Kospi ging es um 2,61 Prozent auf 9.095 Punkte hoch.

An den chinesischen Handelsplätzen setzten sich die divergierenden Vortagstrends fort. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten an den heimischen Festlandbörsen legte um weitere 0,29 Prozent auf 4.946 Punkte zu. Dagegen ging in der Sonderverwaltungszone Hongkong die Talfahrt des Hang Seng mit einem Minus von 2,15 Prozent auf 23.791 Punkte weiter.

In Australien verabschiedete sich der S&P ASX 200 0,62 Prozent tiefer mit 8.911 Punkten aus dem Handel. Das von den schwer gewichteten Rohstofftiteln geprägte Börsenbarometer litt unter den sinkenden Notierungen für Öl und wichtigen Metallen wie Kupfer und Silber./gl/stk

Quelle: dpa-Afx