PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben nach den Vortagesgewinnen am Dienstag wieder in den Modus des Abwartens geschaltet. Der Blick galt dabei einmal mehr dem Ölpreis. "Der Ölpreis bleibt das Fieberthermometer der Märkte" betonte Analyst Timo Emden von Emden Research. Zuletzt hatten die Preise zwar nachgegeben, bewegen sich aber weiterhin auf hohem Niveau. "Zwischen Entspannungssignalen, Inflationssorgen und dem Schatten des Trump-Xi-Gipfels bleibt die Stimmung fragil", beschrieb Emden die Marktlage.
Der EuroStoxx 50 stieg gegen Mittag um 0,22 Prozent auf 6.332,20 Punkte. Außerhalb der Eurozone trat der britischen FTSE 100 auf der Stelle, während der Schweizer Leitindex SMI um 0,1 Prozent auf 13.964,06 Punkte zulegte.
Stärkster Sektor waren die Einzelhandelswerte. Hier ragten Aktien von Kingfisher mit deutlichen Gewinnen von über acht Prozent heraus. Sie reagierten damit auf die Halbjahreszahlen. Analyst Richard Chamberlain von der kanadischen RBC sprach von einem starken Zahlenwerk. Die Gewinne des britischen Einzelhändlers seien über alle Regionen hinweg besser als erwartet ausgefallen. Hinzu komme die erhöhte Prognose.
Technologiewerte profitierten unterdessen von den guten Vorgaben aus den USA. Hier hatten Meta und AMD mit zweistelligen Kursgewinnen für Aufsehen gesorgt. Auffallend stark waren Prosus mit 5,5 Prozent Gewinn. Die Aktie der Beteiligungsgesellschaft profitierte damit von den Gewinnen der asiatischen Beteiligungen.
Keine neuen Impulse erhielten dagegen Roche durch günstige Studienergebnisse. Der Schweizer Pharmakonzern ist danach bei der Entwicklung seines Abnehm- und Diabetes-Wirkstoff Enicepatide einen Schritt weiter. In klinischen Tests der Phase II mit dem wichtigen Hoffnungsträger seien alle vorrangigen Studienziele erreicht worden, hatte das Unternehmen mitgeteilt./mf/stk
Quelle: dpa-Afx