PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Freitag einen Rücksetzer erlitten. Damit folgten sie den schwachen Vorgaben aus Asien, wo es angesichts der wieder gestiegenen Ölpreise zu Verlusten gekommen war. Die hohen Preise heizten Inflationssorgen an, die sich in steigenden Anleiherenditen widerspiegelten.
Kommende Woche stehen außerdem eine Reihe wichtiger konjunktureller Frühindikatoren an. "Solange die Straße von Hormus nicht wirklich nachhaltig geöffnet wird, dürften die Frühindikatoren weiter südwärts tendieren", warnte Robert Greil von Chefstratege von Merck Finck.
Der EuroStoxx 50
Angesichts der auslaufenden Berichtssaison fehlten Impulse von Unternehmensseite. Gefragt waren in dem unsicheren Markt Pharma- und Nahrungsmittelwerte, die sich mit leichten Gewinnen gegen die Abwärtsbewegung stemmten. Damit hielten sich Anleger an defensive, weniger konjunktursensible Branchen. So gewannen Novartis
Unter Druck standen dagegen von der Konjunktur und der Zinsentwicklung abhängige Sektoren. Die energieintesiven Stahlwerte schwächelten dabei auffallend stark. So verloren ArcelorMittal
Auch Technologiewerte schwächelten. Sie folgten damit Verkäufen in Fernost, wo die Nachhaltigkeit des Booms im Bereich der Künstlichen Intelligenz hinterfragt worden war. Auch die soliden Zahlen des Halbleiterausrüsters Applied Materials
Quelle: dpa-Afx