PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Freitag leicht nachgegeben. Nach der Erholung am Vortag nahmen die Marktteilnehmer vor dem Wochenende etwas den Fuß vom Gas und lenkten den Blick wieder auf die laufende Berichtssaison.

Der EuroStoxx 50 verlor 0,59 Prozent auf 5.921,02 Punkte. Außerhalb der Eurozone sank der britische Leitindex FTSE 100 um 0,1 Prozent auf 10.140,69 Zähler. Für den Schweizer SMI ging es um 0,62 Prozent auf 13.146,27 Punkte abwärts.

Auch Konjunkturdaten brachten keinen Schwung. Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hatte sich zu Beginn des Jahres nicht verändert. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex verharrte im Januar auf 51,5 Punkten. Volkswirte hatten im Schnitt einen leichten Anstieg erwartet. "Trotz aller geopolitischer Turbulenzen bleiben Konjunkturhoffnungen bestehen", ordnete Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die Daten ein.

Gefragt waren erneut die Telekomwerte. Nachdem am Vortag Übernahmefantasien den Sektor gestützt hatten, waren es nun die Zahlen von Ericsson . Der Netzwerkausrüster hatte im vierten Quartal mehr verdient als erwartet. Die Aktionäre sollen zudem eine höhere Dividende erhalten. Zugleich kündigten die Schweden ein Aktien-Rückkaufprogramm von 15 Milliarden Kronen an. Die Aktie gewann sieben Prozent. Nokia kletterten im Windschatten um 2,3 Prozent.

Dagegen schwächelte der Baustoffsektor. Aktien von Holcim litten unter einer Abstufung. Goldman Sachs hatten den Wert von "Kaufen" auf "Neutral" abgestuft. Holcim fielen um 1,7 Prozent.

Ein erfolgreiches Börsendebüt feierte der tschechische Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) in Amsterdam. Die Aktien des Herstellers von Militärfahrzeugen und Munition lagen zuletzt bei 31,79 Euro. Der Verkaufspreis im Zuge des Börsengangs hatte bei 25 Euro je Aktie gelegen. Die Marktkapitalisierung von CSG erreichte bis zu 33 Milliarden Euro./mf/jha/

Quelle: dpa-Afx