PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - An den europäischen Börsen ist es am Dienstag leicht nach unten gegangen. Steigende Ölpreise und wachsende Inflationssorgen belasteten. Druck kam dabei vom Anleihemarkt.
"Steigt das Öl, steigen die Inflationssorgen - und damit geraten auch die Renditen am Anleihemarkt stärker in den Fokus", stellte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest. "Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe ist inzwischen auf rund 5,33 Prozent gestiegen - der höchste Stand seit fast 20 Jahren." Dies sei eine Höhe, die auch der Aktienmarkt nicht ignorieren könne.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Schwächster Sektor waren die Technologiewerte. Hier lag das Schwergewicht ASML
Im ansonsten nachgebenden Rohstoffsektor ragten Aktien der BHP Group
Gefragt waren Ölwerte, die von den weiter gestiegenen Rohölpreisen profitierten. Die Chance auf eine baldige Lösung des Kriegs zwischen den USA und Iran ist wieder gesunken, nachdem ein Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus gemeldet worden war. Mit einer scharfen Drohung hatte zudem US-Präsident Donald Trump den Druck auf den Oman erhöht./mf/jha/
Quelle: dpa-Afx