PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die wichtigsten Börsen Europas haben am Donnerstag ihre Verluste ausgebaut. Der EuroStoxx 50
Außerhalb der Euroregion gab der Schweizer Leitindex SMI
"Hohe Ölpreise und Anleiherenditen, sowie die anhaltenden politischen Sorgen rund um Frankreich bilden einen Dreiklang, der die Risikobereitschaft der Anleger dämpft", begründete Marktanalyst Timo Emden von Emden Research die Schwäche. "Von der Hoffnung auf einen Goldenen Oktober müssen sich Investoren fürs Erste verabschieden." Auch die anstehende Berichtssaison in den Vereinigten Staaten werfe mittlerweile ihre Schatten voraus.
Schwächster Sektor waren die Pharmawerte. Ein Kurseinbruch des Biotechnologieunternehmens Argenx
Erneut schwach waren auch die Bankenwerte. Damit hielt die Risikoaversion in dem Sektor an. Der Blick gilt der Verschuldung Frankreichs und dem gestiegenen Risikoaufschlag französischer Staatsanleihen. "Belastend wirkte gestern die Aussage des Gouverneurs der Banque de France, Moulin, dass die Bedingungen für ein Eingreifen der EZB derzeit nicht erfüllt seien", merkten die Experten der Landesbank Baden-Württemberg zu der angespannten Lage an.
"Aufgrund der Systemrelevanz Frankreichs für die Eurozone dürfte die EZB früher oder später gezwungen sein, ihr Antifragmentierungsinstrument TPI zu aktivieren", fügte Eckhard Schulte von der Vermögensverwaltung MainSky Asset Management hinzu. Der Weg dorthin könnte allerdings lang und für die Märkte schmerzhaft werden, da ein politischer Konsens erforderlich sei.
Technologiewerte und besonders Halbleitertitel litten unter den Vorgaben aus Asien, wo die Zahlen von Samsung
Positive Ausnahme im schwächelnden Markt war Tesco
Quelle: dpa-Afx