PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Großteil der Aktienmärkte in Europa hat sich am Dienstag kaum vom Fleck bewegt. Schwächer zeigte sich unterdessen der "Footsie", der britische FTSE 100
Während die Anleger an der Wall Street und den asiatischen Börsen wieder verstärkt bei Technologie- und Halbleiteraktien zugegriffen hätten, komme die freundlichere Stimmung an den europäischen Börsen kaum an, sagte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Vor den anstehenden Notenbanksitzungen von Fed, EZB und Bank of Japan am Mittwoch, Donnerstag und Freitag herrsche vielmehr Zurückhaltung. "Die hohen Energiekosten erhöhen das Risiko eines erneuten Inflationsschubs und könnten die Währungshüter zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen." Was die Aktienmärkte derzeit jedoch am wenigsten gebrauchen können, seien zusätzliche Zinsanhebungen.
Der EuroStoxx 50
So war die Bankbranche in Europa Schlusslicht unter den Sektoren. Durchwachsene Zahlen der Großbank HSBC zum dritten Jahresviertel belasteten. Zwar meldete das Finanzinstitut einen kräftigen Gewinnanstieg im dritten Jahresviertel und möchte weiter Aktien zurückkaufen, doch die Zinserträge und das Vermögensverwaltungsgeschäft enttäuschten. Laut JPMorgan dürften die Konsensschätzungen für das Ergebnis je Aktie in den Jahren 2026 bis 2028 nun im niedrigen einstelligen Prozentbereich sinken. Das HSBC-Papier gab um 7,3 Prozent nach. Im EuroStoxx etwa verloren BBVA
Reckitt verringerten ihre Verluste im Handelsverlauf etwas und büßten zuletzt 4,2 Prozent ein. Lieferengpässe hatten im abgelaufenen Quartal den Absatz von Reinigungsprodukten in den USA beeinträchtigt. Obendrein hatten die Vitaminmarken von Reckitt in China einen Rückschlag zu verkraften. Das Umsatzwachstum fiel entsprechend schwächer als erwartet aus, das Jahresumsatzziel für die Kernmarken wurde gekappt.
Autowerte wurden europaweit belastet, da Mercedes
Orange
Novartis
Unter den kleineren Werten in der Schweiz gewann die Aktie des Sensorenherstellers Inficon
Das Papier der SIG Group
Quelle: dpa-Afx