PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben Donnerstag im Zuge weiter steigender Ölpreise nachgegeben. Dabei verloren die Börsen im Handelsverlauf langsam aber stetig an Boden. "Die Anleger navigieren derzeit durch ein schwieriges Fahrwasser", so Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Während geopolitische Risiken für Gegenwind sorgen und die Notenbanken den Takt vorgeben, liefert die Berichtssaison bislang ein gemischtes Bild."
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Vorsicht war auch angesichts der am frühen Nachmittag anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank angesagt. "Es wird zwar mit keiner Zinsanhebung im Juli gerechnet, dennoch werden die Aussagen zu der Inflationseinschätzung maßgeblich werden", merkte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets an.
Am schwächsten war ausgerechnet einer der Sektoren, die sich in schwierigen Phasen normalerweise besser als als der Gesamtmarkt entwickeln. Mit deutlichen Abschlägen lagen die defensiven Nahrungs- und Getränkeproduzenten am Ende des Feldes und reagierten damit auf den Einbruch des Branchenschwergewichts Nestle
Im Technologiesektor kam zu mäßigen Vorgaben aus den USA der Rücksetzer der Aktie von STMicroelectronics
Titel der Schweizer Givaudan
Im Bankensektor gaben Aktien von BNP Paribas
Besser hielten sich Pharmawerte. Roche
Gefragt waren einmal mehr die Ölwerte, die im Sog der weiter steigenden Ölnotierungen anzogen. Der französische Ölkonzern Totalenergies
Quelle: dpa-Afx