FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem Rekordhoch zum Wochenstart dürfte der Dax am Dienstag zunächst in der Gewinnspur bleiben und den erfolgreichen Auftakt in den Monat August bestätigen. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Quartalsberichtssaison der Unternehmen, die kräftige Impulse liefern sollte.
Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsbeginn ein Plus von 0,5 Prozent auf 26.127 Punkte. Damit stiege das Kursbarometer über seinen Höchststand vom Vortag bei knapp unter 26.100 Punkten.
Die Aktien von Zalando brachen im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um 14 Prozent ein. Der Online-Händler enttäuschte mit seinen Umsatz- und Ergebniszahlen für das zweite Quartal. Den Jahresausblick konkretisierte das Management.
Für die Papiere von Bayer ging es auf Tradegate um 2,3 Prozent nach oben. Die Leverkusener übertrafen dank guter Agrargeschäfte die Erwartungen für das zweite Quartal. Den währungsbereinigten Umsatzausblick für 2026 bestätigte der Pharma- und Agrarchemiekonzern.
Die Folgen des Iran-Kriegs und Streiks kamen die Lufthansa im zweiten Quartal teuer zu stehen. Für 2026 hält Vorstandschef Carsten Spohr deshalb jetzt doch einen Gewinnrückgang für möglich. Im zweiten Quartal brockten die immens gestiegenen Kerosinpreise dem Konzern einen herben Gewinneinbruch ein. Damit schnitt die Lufthansa noch schlechter ab als von Analysten im Schnitt befürchtet. Die Aktie verlor auf Tradegate 3,0 Prozent.
Eine maue Konsumstimmung insbesondere in der europäischen Region sowie der laufende Konzernumbau belasteten auch das zweite Quartal des Modekonzerns Hugo Boss . Der Umsatz ging um zehn Prozent zurück, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte um 28 Prozent ab. Den Jahresausblick bestätigte Hugo Boss dennoch.
Der Immobilienkonzern LEG profitiert weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Wohnungen in den Ballungszentren. Die Nettokaltmiete wuchs im ersten Halbjahr um 3,4 Prozent. Die für das Unternehmen wesentliche Ergebniskennziffer AFFO (Mittelzufluss aus der operativen Tätigkeit bereinigt um aktivierte Investitionen) ging jedoch um 12,7 Prozent zurück./edh/jha/
Quelle: dpa-Afx