FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der mit Spannung erwarteten Rede des US-Präsidenten Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos halten sich die Anleger am deutschen Markt weiter zurück.
Der Dax
Auch für den zwischenzeitlich stabilisierten MDax
Der Anlagestratege Henry Morrison-Jones von der UBS erinnerte die Anleger daran, dass die so wichtigen Anleihemärkte für gewöhnlich zwischen dem vierten und sechsten Tag den Höhepunkt ihrer Reaktion auf Ankündigungen wie die neuen Trump-Pläne "Zölle 2.0" erreichen. Bislang sei sie recht moderat gewesen, so der Experte. Dabei wäre es gerade ein stärkerer Zinsanstieg, der Trump von aggressiver Rhetorik abbringen könnte.
Vor allem Finanzwerte haben am Mittwoch europaweit einen schweren Stand. Im Dax sind Papiere der Deutschen Bank Schlusslicht mit minus 3 Prozent auf dem Niveau von Mitte Dezember. Nur wenig besser ergeht es Papieren der Commerzbank
Mögliche neue US-Zölle könnten nach Einschätzung von Bundesbankpräsidenten Joachim Nagel Auswirkungen auf künftige Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben. "Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Zollverhandlungen werden einige Auswirkungen auf die Geldpolitik haben", sagte Nagel, der auch EZB-Ratsmitglied ist, dem US-Fernsehsender CNBC.
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Quelle: dpa-Afx