FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax tut sich nach seinem in der vergangenen Woche erreichten Rekordhoch weiter schwer. Die Vorgaben der Börsen aus Übersee dämpfen die Stimmung der Anleger am Dienstag. Steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen belasten, während sich die erhoffte Lösung im Nahost-Krieg weiterhin nicht abzeichnet.

Der Dax gab kurz nach dem Handelsstart um 0,3 Prozent auf 26.270 Punkte nach. Damit entfernt er sich noch ein Stück weiter von seiner am Mittwoch erreichten Bestmarke von knapp 26.574 Punkten. Der MDax , der Index der mittelgroßen Werte, verlor am Morgen 0,4 Prozent auf 32.240 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,3 Prozent auf 6.513 Punkte.

"Die Renditen 10- und 30-jähriger Bundesanleihen sind gestern auf neue 15-Jahres-Hochs geklettert", und auch in Frankreich oder den USA sehe es ähnlich aus, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners und hält dies für eine wachsende Konkurrenz für die Aktienmärkte. Obendrein verteuerten steigende Zinsen nicht nur die Refinanzierung der Staaten, sondern auch der Unternehmen.

Wieder steigende Ölpreise tragen laut Altmann ihr Übriges zur leicht angeschlagenen Stimmung bei, da sie die Inflationssorgen befeuerten. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg erneut deutlich über 90 US-Dollar je Barrel. Die Aussicht auf eine baldige Lösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran haben sich weiter eingetrübt, nachdem ein Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus gemeldet wurde./ck/jha/

Quelle: dpa-Afx