FRANKFURT (dpa-AFX) - Der starke Kursrutsch an den US-Aktienmärkten im Zuge des Ausverkaufs im KI- und Halbleitersektor drückt am Freitag den zuletzt noch rekordhohen Dax wieder unter die 26.000-Punkte-Marke. Eine Viertelstunde nach Eröffnung auf Xetra verlor der deutsche Leitindex 1,46 Prozent auf 25.940 Punkte.

Tags zuvor hatte er mit 26.692 Punkten ein Rekordhoch erreicht, bevor die Schwäche an den US-Börsen einsetzte und ihn letztlich ins Minus drückte. "Die Vorsicht nimmt zu, zumal der Dax mit einem Rekordstand gerade erst ein optimales Umfeld einpreiste, das nun nicht mehr vorherrscht", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. In Asien gaben die Indizes am Freitag ebenfalls stark nach, besonders der japanische Nikkei 225 und der südkoreanische Kospi .

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 1,07 Prozent auf 30.560 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,2 Prozent.

In New York hatte der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 am Donnerstag den stärksten Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020 verzeichnet. Letztlich verlor er 6,4 Prozent. Für den Halbleiterindex SOX ging es sogar um mehr als 12 Prozent abwärts. Auch für den marktbreiten S&P 500 und den US-Leitindex Dow Jones Industrial war es ein schwacher Tag.

"An der Wall Street ist genau das eingetreten, was Anleger seit Monaten befürchten: dass sich das Klumpenrisiko aus wenigen Tech-Schwergewichten rächt und die großen Indizes mit in die Tiefe reißt, wenn sie einmal stärker fallen sollten", so Experte Stanzl. "Die Angst vor einem KI-Ausbaustopp durch die Demokraten trübt die Stimmung."/ajx/stk

Quelle: dpa-Afx