FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem zwischenzeitlich erreichten Rekordhoch des Dax sind die Anleger am Donnerstag doch wieder etwas skeptischer geworden. Der deutsche Leitindex schraubte seine Bestmarke erst bis auf knapp 26.693 Punkte nach oben, doch wegen aufkommender Turbulenzen an den US-Börsen gingen die Anleger nach dem Wahlerfolg der Demokraten auch in Frankfurt lieber in die Defensive.

Gebremst von weiter abrutschenden KI-Werten und den Rheinmetall-Aktien , die ihren Anlegern nach Zahlenvorlage einen rabenschwarzen Tag bescherten, ging der Dax 0,43 Prozent tiefer bei 26.325,01 Zählern aus dem Handel. Der MDax schloss 0,92 Prozent niedriger bei 30.891,56 Zählern.

Nachdem die Zwischenwahlen dem US-Präsidenten Donald Trump eine herbe Schlappe einbrachten, hatte sich die Verkaufswelle bei KI-Werten am Donnerstag in New York massiv beschleunigt. Anders als am Vortag erfasste sie nun die ganze Nasdaq-Börse und auch den US-Leitindex Dow Jones Industrial .

"Auf die Wahleuphorie folgt die Ernüchterung", sagte dazu der Experte Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG. Im Mittelpunkt stünden die Sorgen um die Zukunft des KI-Booms, da Anleger befürchteten, dass nach dem Wahlsieg der Demokraten strengere Auflagen den Ausbau von Rechenzentren bremsen und Projekte verzögern könnten./tih/he

Quelle: dpa-Afx