(Neu: Aktuelle Kurse in New York, Schlusskurse in Frankfurt)
NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach enttäuschenden Aussagen zur Geschäftsentwicklung sind die Aktien von Nike
Zuletzt stand noch ein Minus von 5,5 Prozent auf 33,23 US-Dollar zu Buche. Damit waren die Nike-Papiere das klare Schlusslicht im Dow Jones Industrial
Laut einem Börsianer sind die Probleme von Nike weitgehend "hausgemacht" und lassen nur begrenzt negative Rückschlüsse für die deutschen Konkurrenten Adidas
Geht es nach dem Analysten Jay Sole von der Bank UBS, ist das Ende der Nike-Talfahrt wohl noch nicht in Sicht. Mit den Gewinnschätzungen könnte es weiter bergab gehen, und die Bewertung sei trotz des monatelangen Abwärtstrends nicht günstig. Die Geschäftserholung von Nike könnte länger dauern als bisher am Markt erwartet, befürchtet der Experte. Er senkte seine Ergebnis- und Wachstumsschätzungen.
Sowohl das erste Geschäftsquartal als auch der Ausblick des Unternehmens auf 2026/27 sehen nach Einschätzung der US-Bank Citigroup schwach aus. Die Anlagestory werde zunehmend von Kostensenkungsmaßnahmen dominiert, was mit dem Bewertungsaufschlag der Aktien zur Branche schwierig in Einklang zu bringen sei, monierte Paul Lejuez. Seine Kollegin Monique Pollard geht davon aus, dass Adidas und Puma dem Branchenprimus Marktanteile abjagen könnten.
Piral Dadhania von der kanadischen Investmentbank RBC sieht insbesondere den Ergebnisausblick von Nike klar unter den Erwartungen. Ähnlich äußerte sich Experte Matthew Boss von der US-Bank JPMorgan.
Zu Adidas verwiesen die Experten der RBC und der US-Bank Jefferies darauf, dass der Konzern Analysten in einem Briefing zu den anstehenden Resultaten darauf einstellte, dass das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr diesmal noch stärker vom Schlussquartal dominiert werden dürfte. An den Konsensschätzungen für 2026 und 2027 sollte das aber kaum etwas ändern, betonte RBC-Analyst Dadhania.
Derweil senkte Metzler-Experte Felix Dennl seine operativen Ergebnisprognosen für Adidas für die Jahre bis 2028 um bis zu 9 Prozent. Als Grund nannte er jüngste Branchendaten, Wechselkursentwicklungen und Gespräche mit dem Unternehmen. Die Aktien blieben aber attraktiv bewertet, hob er hervor. JPMorgan-Analystin Wendy Liu schraubte mit derselben Begründung ihre Gewinnprognosen bis 2028 um bis zu 10 Prozent nach unten./gl/ag/stk/la/men
Quelle: dpa-Afx