FRANKFURT (dpa-AFX) - In einem insgesamt aufgehellten Marktumfeld haben Bankaktien am Freitag europaweit zu den größten Gewinnern gezählt. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks stieg bis zum späten Vormittag um 1,5 Prozent auf 428,71 Punkte. Er überwand damit die 50-Tage-Durchschnittslinie, die den mittelfristigen Trend beschreibt.

Die als konjunktursensibel geltenden Bankaktien waren zum Wochenschluss gefragt, da erneut Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg aufkam. Der Iran hat den USA nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des militärischen Konflikts vorgelegt. Sollte sich die Situation im Nahen Osten tatsächlich nachhaltig entspannen, würde dies die Ölpreise deutlich sinken lassen und so der Weltwirtschaft einen Schub geben. Banken könnten davon über eine höhere Kreditnachfrage oder eine geringere Risikovorsorge profitieren, so die Hoffnung.

Unter den Einzelwerten stiegen die Aktien der Commerzbank unter den besten Werten im festen deutschen Leitindex Dax um 2,8 Prozent.

In Paris gewannen die Anteilsscheine von Societe Generale 3,4 Prozent auf gut 72 Euro, nachdem die Deutsche Bank ihr Kursziel von 86 auf 89 Euro angehoben hatte. Laut Analyst Sharath Kumar hat der Kapitalmarkttag der Franzosen die Erwartungen erfüllt. Es sei ein Plan vorgelegt worden, der trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds in Frankreich sowohl ehrgeizig als auch glaubwürdig sei./la/jha/

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Quelle: dpa-Afx