NEW YORK (dpa-AFX) - Weiterhin hohe Ölpreise und wachsende Sorgen um die Finanzen Frankreichs dürften am Montag die Stimmung an den US-Börsen leicht trüben. Der Risikoappetit der Anleger nimmt ab. Der Euro fiel im Vergleich zum US-Dollar auf ein Tief seit rund anderthalb Jahren.
Etwas mehr als Stunde vor dem Börsenbeginn in den USA taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial
Eskalierende Schulproteste in Frankreich, die Sorgen vor einer zunehmenden politischen Instabilität schüren, sowie die hohe Verschuldung des Euro-Landes, das sich zu einem unpopulären Sparkurs durchgerungen hat, hatten zuletzt deutlich Druck auf den Markt für Staatsanleihen gebracht. Vor allem Schulden anfälligere Länder der Euroregion sind betroffen. Zum Wochenbeginn spitzte sich nun die Lage in Spanien zu, denn der linke Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte angesichts zunehmender sozialer Proteste wegen der Wohnungskrise vorgezogene Neuwahlen an.
Im Fokus bleibt aber vor allem die Zinspolitik der US-Notenbank und damit auf Konjunkturdaten. In den Blick rückt am Nachmittag der ISM-Index des Servicesektors in den USA.
"Die Vorgaben sind uneinheitlich und so sollte ein kleiner Rückgang des ISM-Serviceindexes nicht überraschen, ähnlich wie beim ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes", schrieben die Analysten der Landesbank Helaba. "Auf dem erwarteten Niveau von 55 Punkten läge der Serviceindex aber weiterhin deutlich im Wachstumsbereich, sodass sich die Perspektive für die US-Wirtschaft insgesamt kaum verändert." Akteure an den Finanzmärkten sollten also nicht daran zweifeln, dass die US-Notenbank im Ringen mit einer erhöhten Inflation die Zinsen weiter anheben wird.
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Quelle: dpa-Afx