NEW YORK (dpa-AFX) - Nach kräftigen Verlusten am Vortag dürften starke Geschäftsjahreszahlen von Microsoft die US-Börsen am Donnerstag zur Erholung antreiben. Unterstützen dürfte zudem, dass Experten nach der fünften Zinspause der Notenbank Fed längst nicht mehr so stark überzeugt sind wie zuvor, dass der Leitzins in der nächsten Sitzung im September wirklich erhöht wird. Der von Präsident Donald Trump installierte Fed-Chef Kevin Warsh ließ sich zur Pressekonferenz am Vortag nicht in die Karten schauen.
Im Blick bleiben zugleich die Entwicklungen in Nahost, auch wenn sie aktuell kaum bewegen, da die neuerlichen Angriffe der USA gegen den Iran von US-Präsident Donald Trump bereits angekündigt waren.
Der Broker IG signalisierte rund eine Stunde vor dem Börsenstart für den Dow Jones Industrial
Der überwiegend mit Technologie-Aktien bestückte Auswahlindex Nasdaq 100
Unter den Einzelwerten stehen vor allem Microsoft
Während Microsoft positiv überraschte, kam Meta mit Zahlen und Ausblick bei den Börsianern schlecht an. Entsprechend gegenläufig zeigten sich die Kurse vorbörslich. So sprangen Microsoft nach starken Geschäftsjahreszahlen um knapp 10 Prozent hoch. Zudem signalisierte Finanzchefin Amy Hood, dass Investitionen in die KI-Infrastruktur im Zaum gehalten würden, anstatt sie wie viele andere Tech-Konzerne weiter zu erhöhen.
Die Instagram- und Facebook-Mutter Meta dagegen hob die Investitionsspanne an, auch wenn dieses Mal nur am unteren Ende. Zudem enttäuschte die Umsatzprognose für das laufende Quartal. Angesichts fehlender Aussagen zu den Investitionsausgaben 2027 geht die US-Bank JPMorgan davon aus, dass Meta kurzfristig weiterhin massiv investieren wird, was den Druck auf den für Aktionäre viel beachteten freien Barmittelzufluss ihr zufolge erhöhen dürfte. Die Aktie büßte knapp 10 Prozent ein.
Vorbörsliche Verluste im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich verbuchten zudem Arm Holdings
An diesem Abend rücken mit Quartalsberichten nachbörslich Apple
Mit Blick auf Apple dürfte der Fokus darauf liegen, ob der "Anti-Capex-KI-Trade", also die Wette auf KI-Erfolge bei gleichzeitig begrenzten Investitionsausgaben, noch weiteres Potenzial hat. Bei Amazon stehen die Investitionsausgaben sowie die Cloud-Sparte AWS im Blick, für die ein kräftiges Umsatzwachstum von 31 Prozent erwartet wird./ck/mis
Quelle: dpa-Afx