NEW YORK (dpa-AFX) - Hohe Anleihe- und Ölpreise dürften am Donnerstag den Anlegern am US-Aktienmarkt die Kauflaune vergällen. "Solange weder bei den Energiepreisen noch bei den Anleiherenditen Entspannung eintritt, dürfte die Bereitschaft zu größeren Aktienkäufen begrenzt bleiben", erklärte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.
Nach den jüngsten Höchstständen von Nasdaq 100
Laut dem Magazin "The Atlantic", das sich auf zwei Regierungsvertreter beruft, forderte das Weiße Haus das Verteidigungsministerium auf, Optionen für Angriffe auf den Iran auszuarbeiten, die noch vor den Zwischenwahlen im November ausgeführt werden könnten. Damit widerspricht der Bericht der bislang weit verbreiteten Erwartung, dass US-Präsident Donald Trump eine weitere Eskalation des Konflikts mit Teheran vor den Zwischenwahlen vermeiden würde.
Rund eine Stunde vor dem Börsenstart gab der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial
Bislang hätten sich die US-Börsen wegen des Wachstums rund um Künstliche Intelligenz (KI) widerstandsfähig gegenüber steigenden Renditen und hohen Ölpreisen gezeigt, kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Der Krug geht hier aber nur so lange zum Brunnen, bis er bricht, und die Aufmerksamkeit wird sich aller Voraussicht nach jetzt schnell auf die bevorstehende Berichtssaison verlagern." Es müsse sich nun erneut zeigen, ob die für KI aufgewendeten Milliardensummen die erhofften Renditen abwürfen. Die Berichtssaison wird in der kommenden Woche mit den Quartalsbilanzen der US-Banken eingeläutet.
Nach den jüngsten Erholungen im Chip- und KI-Bereich und einem Rekordhoch der Nvidia
Kräftige Gewinne verzeichnete vorbörslich dagegen Wolfspeed
Umstufungen trieben zudem zwei Tech-Aktien aus dem Nasdaq 100 vorbörslich in unterschiedliche Richtungen: Das Papier der Software-Firma Palantir
Nach den vorgelegten Zahlen zum dritten Quartal und trotz eines gesenkten Jahresgewinnziels stiegen Pepsico
Quelle: dpa-Afx