NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben nach den jüngsten Rekorden am Montag erst einmal wenig Dynamik gezeigt. Zu Beginn einer Woche, die neben dem Iran-Krieg auch in puncto Geldpolitik und Quartalsbilanzen wegweisend werden könnte, warten die Anleger zunächst einmal ab. Es besteht zwar weiter die Hoffnung auf eine Öffnung der Straße von Hormus, ein diplomatischer Durchbruch ist über das Wochenende jedoch ausgeblieben.
Der Dow Jones Industrial gab um 0,2 Prozent auf 49.135 Punkte nach. Der von Technologietiteln geprägte Nasdaq 100 lag mit 27.290 Zählern moderat im Minus. Er hatte am Freitag ebenso wie der marktbreite S&P 500 deutlich zugelegt. Dieser erreichte am Montag ein weiteres Rekordhoch, der Aufschlag blieb jedoch mit plus 0,1 Prozent auf 7.171 Punkte überschaubar.
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan kurzfristig abgesagt - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Laut dem US-Nachrichtenportal Axios hat dieser den Vereinigten Staaten inzwischen ein neues Angebot für eine Öffnung der Straße von Hormus vorgelegt.
Für Schlagzeilen sorgt im Chipsektor weiterhin KI-Euphorie. Nachdem diese zuletzt Aktien von Texas Instruments und Intel erfasst hatte, sprangen nun Qualcomm-Aktien in der Spitze um gut acht Prozent hoch. Anschließend gab der Kurs die Gewinne aber wieder ab. Ein Analyst hatte nach seinen Recherchen eine Zusammenarbeit von Qualcomm mit dem KI-Plattformbetreiber OpenAI ins Spiel gebracht.
Nach der Vorlage von Quartalszahlen legten die Aktien von Verizon um knapp drei Prozent zu. Der Telekomkonzern übertraf mit dem bereinigten operativen Ergebnis moderat die Erwartungen und hob die Jahreszielspanne für das bereinigte Ergebnis je Aktie etwas an.
Domino's Pizza dagegen hatte keine erfreulichen Nachrichten für seine Aktionäre: Eine enttäuschende Umsatzentwicklung drückte den Kurs der Restaurantkette mit fast 10 Prozent ins Minus.
Bewegt wurden einige Werte nach Analystenkommentaren. Beim Düngemittelhersteller Nutrien sorgte die Empfehlung "Overweight" für ein Kursplus von 0,6 Prozent. Dagegen ging es für Aktien von GE Vernova um 2,5 Prozent abwärts. Das Investmenthaus Exane BNP äußerte sich skeptisch dazu, ob das Energietechnik-Unternehmen den jüngsten Wachstumsschwung beibehalten kann./bek/he
Quelle: dpa-Afx