NEW YORK (dpa-AFX) - Leicht sinkende Ölpreise und nachlassende Sorgen über die Nachhaltigkeit des Investitionsbooms im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) haben den US-Aktienmärkten am Freitag Rückenwind gegeben. Zurückgehende geopolitische Spannungen im Nahen Osten hellten die Anlegerstimmung auf. US-Präsident Donald Trump hatte versichert, dass die Vereinigten Staaten vor den Zwischenwahlen im November keinen Angriff auf den Iran starten würden. Er verwies zudem auf "produktive Gespräche" mit dem Iran.

Der Dow Jones Industrial gewann 0,83 Prozent auf 51.654,95 Punkte. Auf Wochensicht hat der Index damit um knapp ein Prozent zugelegt. Der marktbreite S&P 500 stieg am Freitag um 0,59 Prozent auf 7.811,54 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,51 Prozent auf 30.883,15 Punkte aufwärts, nachdem er tags zuvor wegen KI-Ängsten um bis zu zwei Prozent eingeknickt war. Damit hat der technologielastige in der abgelaufenen Handelswoche leicht zugelegt.

Auslöser für den hohen Nasdaq-Verlust am Donnerstag war ein Medienbericht über unerwartet niedrige Umsätze des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, der Befürchtungen verstärkt hatte, dass sich die KI-Ausgabenflut immer schwerer rechtfertigen lässt. Für Entspannung sorgte am Freitag ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider, dass OpenAI damit rechnet, bis zum Jahresende einen Umsatz von 70 Milliarden US-Dollar zu erreichen oder zu übertreffen. Am Vortag war noch die Rede davon, dass sich die Umsätze des KI-Unternehmens Ende September auf annualisierter Basis auf lediglich 50 Milliarden US-Dollar beliefen. Die Differenz dürfte indes auf den Unterschied zwischen Brutto- und Nettoumsatz hinauslaufen./he

Quelle: dpa-Afx