WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse ist nach einem wechselhaften Tag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der ATX schloss am Dienstag mit minus 0,53 Prozent bei 6.396,13 Punkten. Für den breiteren ATX Prime ging es um 0,58 Prozent auf 3.142,18 Einheiten hinunter. Auch die europäischen Börsen fanden sich im Verlustbereich. Die Anleger warten hauptsächlich auf den Ausgang der US-Zwischenwahlen.

Auch der Start der US-Börsen, die zum Start wieder nach oben zogen, brachte keine entscheidende Wende. Techwerte drehten ebenfalls auf Erholung. Die Ölpreise stiegen am Dienstag nach Meldungen über erneute Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran anfänglich. Mittlerweile sind sie wieder etwas zurückgekommen. Zuletzt wurde ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent für Rohöl aus der Nordsee mit Lieferung im Januar bei 103,22 US-Dollar gehandelt und damit 1,5 Prozent tiefer als am Montag.

Die Anleger warten zudem hauptsächlich auf den Ausgang der US-Zwischenwahlen. Bei den sogenannten "Midterms" geht es um die künftigen Mehrheiten in beiden Kongresskammern. Ergebnisse werden aber erst am Mittwoch erwartet. Interessant könnte werden, wie US-Präsident Donald Trump auf eine vor allem knappe Niederlage reagieren wird.

In Österreich hatte die Raiffeisen Bank International (RBI) bekanntgegeben, den Gewinn nach neun Monaten um zehn Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert zu haben. Außerdem sei die Übernahme der rumänischen Garanti Bank abgeschlossen worden. RBI-Aktien drehten zum Handelsschluss um 0,35 Prozent ins Plus auf 56,60 Euro.

Die anderen schwergewichteten Bankenwerte fanden sich im Verlustbereich. Bawag gaben 0,4 und Erste 1,6 Prozent ab.

Die Analysten der Berenberg Bank hatten ihr Kursziel für die Aktien von Palfinger von 40,00 auf 35,00 Euro gekürzt. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von Analyst Lasse Stueben nach der jüngsten Zahlenvorlage des Kranherstellers unverändert beibehalten. Für Palfinger ging es um 0,91 Prozent auf 27,30 Euro hinunter.

Die Analysten von Deutsche Bank Research senkten das Kursziel für die Aktien von CA Immo im Rahmen einer Sektor-Studie von 23,00 auf 22,00 Euro. Das Anlagevotum "Hold" wurde unverändert beibehalten. CA Immo notierten mit minus 0,94 Prozent auf 21,10 Euro.

An der Spitze des ATX standen AT&S mit plus 2,1 Prozent. Den Index-Schluss bildeten Do&Co mit Abgaben von 1,7 Prozent. OMV wurden von den fallenden Ölpreisen um 1,3 Prozent hinuntergezogen.

Der Motorradhersteller Bajaj Mobility hatte im dritten Quartal 2026 Erlös und Profitabilität gesteigert. Der Konzernumsatz kletterte um 57,0 Prozent auf 351,1 Millionen Euro, womit nach neun Monaten 1 Milliarden Euro überschritten wurden. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg auf 11,3 Millionen Euro, nach bereinigten minus 71 Millionen Euro im Vorjahresquartal, wie die KTM-Mutter am Dienstag mitteilte. Bajaj fanden sich trotzdem am Ende des ATX Prime-Segments mit 14,77 Prozent im Minus auf 32,60 Euro./moe/mik/APA/he

Quelle: dpa-Afx