NECKARSULM (dpa-AFX) - Der Oberbürgermeister von Neckarsulm, Steffen Hertwig (SPD), fordert vom Volkswagen-Konzern
Hertwig erklärte weiter, eine Schließung hätte massivste Auswirkungen auf die Stadt und die Region - nicht nur auf die Beschäftigten und ihre Familien, sondern auf Zulieferer, Dienstleister, Handwerker und viele andere Bereiche.
In Wolfsburg hatte der Aufsichtsrat von Volkswagen am Donnerstag über mögliche neue Sparpläne beraten. Beschlüsse gab es nicht. Laut "Manager Magazin" könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Laut "Bild" könnten es sogar 120.000 sein. Vier Werke des VW-Konzerns in Deutschland könnten den Berichten zufolge geschlossen werden: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.
Audi-Werk mit über 15.000 Beschäftigten
Hertwig steht eigenen Angaben zufolge im Austausch mit Audi-Chef Gernot Döllner. Zudem werde es in wenigen Tagen ein Gespräch mit dem VW-Aufsichtsrat und dem Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Olaf Lies (SPD) geben.
Gegen eine mögliche Schließung des Audi-Standorts hatten am Donnerstag mehrere hundert Menschen vor dem Werk protestiert. An der Veranstaltung, zu der die IG Metall aufgerufen hatte, nahm auch Oberbürgermeister Hertwig teil. Besonders bedrückend sei, dass es nach wie vor keine klare Äußerung von Aufsichtsrat und Vorstand des VW-Konzerns gebe, wie deren Planungen für Neckarsulm aussehen.
Der größte Arbeitgeber in der Region Heilbronn-Franken ist die Schwarz Gruppe (Lidl und Kaufland) mit 23.105 Mitarbeitern in der Region, gefolgt von Audi mit 15.515, wie ein Sprecher der Kommune mitteilte. In Neckarsulm ist außerdem der IT-Dienstleister Bechtle
Quelle: dpa-Afx