BASEL (dpa-AFX) - Beim Schweizer Pharmakonzern Roche
Nachdem Roche im ersten und zweiten Quartal zum Teil noch unter dem starken Franken gelitten hatte, sorgte dessen Abwertung im dritten Quartal für etwas Rückenwind, was Analysten im Schnitt auch so erwartet hatten. Wie Roche selbst mitteilt, fielen die Währungseffekte im dritten Quartal mit +1 Prozent leicht positiv aus, nachdem sie im ersten Quartal mit -11 Prozent und im zweiten dann mit -4 Prozent noch klar belastet hatten.
Von den beiden Geschäftsbereichen setzte die größere Pharmasparte in den ersten drei Quartalen 36,2 Milliarden Franken um, ein Anstieg um 2 Prozent. Dabei erzielten die fünf wichtigsten Wachstumstreiber Xolair, Hemlibra, Ocrevus, Phesgo und Vabysmo zusammen Verkäufe in Höhe von 16,8 Milliarden Franken (+12 Prozent). Die Verkäufe von Produkten mit abgelaufenen Patenten (Avastin, Herceptin, MabThera/Rituxan, Lucentis und Actemra/RoActemra) gingen insgesamt um 0,6 Milliarden Franken zurück.
Im Diagnostik-Geschäft nahm Roche 10,3 Milliarden ein, was dem Vorjahreswert entsprach. Damit hat sich der belastende Effekt der Preisreform in China merklich abgeschwächt. Roche hatte wiederholt betont, dass die Belastung im weiteren Jahresverlauf nachlassen sollte. Zum Vergleich: Im ersten Quartal waren die Einnahmen noch um 7 Prozent gefallen, im ersten Halbjahr dann um 3 Prozent.
Gewinnzahlen legt Roche traditionell zu den ungeraden Quartalen nicht vor. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Roche die Analystenschätzungen größtenteils übertroffen. Für den weiteren Geschäftsverlauf bestätigt der Konzern die bisherige Prognose. Zu konstanten Wechselkursen sollen die Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen. Der Kerngewinn je Aktie soll im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. Außerdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen./hr/gab/AWP/stk
Quelle: dpa-Afx