LEIPZIG (dpa-AFX) - Wer künftig einen neuen Elektro-BMW
Werk wird für neue Fahrzeuggeneration umgebaut
"Wir bereiten uns auf die "Neue Klasse" vor", sagte Werkleiterin Petra Peterhänsel. Während einer 5,5-wöchigen Produktionsunterbrechung werde das Werk umfangreich angepasst. Hintergrund seien neue technische Anforderungen der kommenden Fahrzeuggeneration.
Welche Modelle künftig konkret in Leipzig gebaut werden sollen, ließ BMW offen. Peterhänsel sagte, der Umbau werde den Standort grundsätzlich dafür befähigen, Fahrzeuge der "neuen Klasse" zu produzieren.
Vom i3 zur "Neuen Klasse"
Der Standort gilt als einer der Pioniere der Elektromobilität in Deutschland. Bereits 2013 startete in Leipzig die Produktion des vollelektrischen BMW i3. Heute läuft dort mit dem Mini Countryman nur ein rein elektrisches Fahrzeug vom Band. Betriebsratschef Jens Köhler hatte bereits Ende vergangenen Jahres den Wunsch geäußert, dass Leipzig künftig eine größere Rolle bei der Produktion von Elektroautos übernehmen soll.
Millioneninvestitionen für den Standort
BMW hatte Ende 2025 angekündigt, einen dreistelligen Millionenbetrag in den Standort zu investieren. Das Geld fließt nach Unternehmensangaben in die Modernisierung von Anlagen und die Vorbereitung künftiger Fahrzeuggenerationen. Im Leipziger Werk arbeiten inzwischen mehr als 11.600 Menschen.
Ostdeutschland setzt auf Elektromobilität
Der Ausbau erfolgt in einer Phase, in der die Elektromobilität für die ostdeutsche Autoindustrie immer wichtiger wird. Nach Berechnungen des Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) waren im vergangenen Jahr rund 60 Prozent aller in Ostdeutschland produzierten Autos reine Elektrofahrzeuge. Bundesweit lag der Anteil bei gut 40 Prozent. Neben den Werken von Tesla
Für BMW markiert die "Neue Klasse" den nächsten Schritt beim Ausbau der Elektromobilität. Mit dem Umbau schafft das Leipziger Werk die Voraussetzungen, bei dieser Entwicklung künftig eine größere Rolle zu spielen./djj/DP/jha
Quelle: dpa-Afx