FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax kommt ohne frischen Schwung aus dem Wochenende. Nach dem kleinen Plus vom Freitag taxierte der Broker IG den deutschen Leitindex am Montag knapp zwei Stunden vor dem Xetra-Handelsstart 0,2 Prozent tiefer auf rund 26.000 Punkte. Am Freitag war der Dax zeitweise bis auf 26.167 Punkte gestiegen, hatte dann jedoch vor der 21-Tage-Linie wieder abgedreht. Das jüngste Rekordhoch bei 26.618 Punkten scheint zunächst nicht wieder auf der Agenda zu stehen.

Die Lage am Ölmarkt bleibt aber durch den wieder hochgekochten Iran-Krieg angespannt. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent hält sich auf dem höchsten Niveau seit Juni. Derweil schaffen es die technologielastigen asiatischen Indizes wie der südkoreanische Kospi und der japanische Nikkei 225 am Morgen auf das höchste Niveau seit fast zwei Wochen. Trotz aller Diskussionen um die Bewertungen kippe die KI-Anlagestory nicht, kommentierte Marktexperte Stephen Innes.

In Deutschland dürfte derweil der Wahlsieg der Rechtsaußenpartei AfD in Sachsen-Anhalt und die Signalwirkung des Debakels der CDU für die Bundesregierung vor allem für Gesprächsstoff sorgen. Eine Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt wird schwierig. Wichtiger für die Anleger sind aber zunächst wohl die Zinsentscheidungen der EZB in dieser und der Fed in der kommenden Woche. Eine Zinserhöhung der EZB am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent ist laut dem Chefvolkswirt Edgar Walk von Metzler Asset Management inzwischen weitgehend Konsens./ag/zb

Quelle: dpa-Afx