FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg hat am Montag an den Anleihemärkten dies- und jenseits des Atlantiks Inflationssorgen geschürt und so die Kurse deutlich unter Druck gesetzt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future
Aktuell wächst die Sorge vor einem Flächenbrand im Nahen Osten. Die USA und Israel greifen weiter Ziele im Iran an, Teheran antwortet mit Gegenschlägen auf Israel und andere Länder. Der Krieg hat inzwischen nicht nur die Golfstaaten, sondern auch den Libanon erfasst. Von dort schoss die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz Raketen auf das Nachbarland Israel ab - als Vergeltung für die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Israel reagierte mit Gegenangriffen.
Staatsanleihen konnten in diesem Umfeld nicht von ihrem Status als sicherer Hafen profitieren. Denn der Iran-Krieg dürfte nach Einschätzung von Experten die Ölpreise noch weiter in die Höhe treiben, was Inflationsgefahren birgt. Dies lässt am Kapitalmarkt die Zinsen steigen, denn es wird befürchtet, dass die Notenbanken bald entsprechend gegensteuern könnten.
Am Nachmittag stützten Konjunkturdaten aus den USA die Renditen zusätzlich. Die Stimmung in der Industrie hat sich im Februar nicht so stark verschlechtert wie erwartet. Zudem stieg der Unterindex für die bezahlten Preise deutlich stärker als von Analysten erwartet./la/jha/
Quelle: dpa-Afx