FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben angesichts des Anstiegs der Ölpreise erneut nachgegeben. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future
Die Ölpreise sind erneut gestiegen und schüren so wiederholt die Inflationserwartungen. "Auch der heutige Handelstag dürfte von den Entwicklungen im Nahen Osten geprägt sein: Eine saudische Pipeline soll für drei bis fünf Wochen ausfallen, und die Huthi-Rebellen haben strategische Inseln vor der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen", schreiben die Experten der Dekabank. "Damit verliert Saudi-Arabien seine wichtigste Umgehung der Straße von Hormus, und solange sich der Tankerverkehr dort nicht normalisiert, dürfte der Ölpreis vorerst über der Marke von 100 US-Dollar bleiben."
Im weiteren Handelsverlauf könnten Konjunkturdaten eine Rolle spielen. So werden am Vormittag die Daten der Konjunkturerwartungen des ZEW für Deutschland veröffentlicht. Trotz des jüngsten Höhenflugs der Ölpreise erwarten Volkswirte eine Verbesserung im September.
Die steigenden Rohölpreise schüren die Erwartung auf Leitzinsanhebungen. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) bereits in der vergangenen Woche die Zinsen erhöht. Die Finanzmärkte schauen jetzt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank an diesem Mittwoch. An den Finanzmärkten ist eine Leitzinserhöhung zu 90 Prozent eingepreist. Bei Volkswirten ist das Bild noch uneinheitlich./jsl/stk
Quelle: dpa-Afx