FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Montag deutlich gestiegen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future legte um 0,35 Prozent auf 120,92 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf 3,47 Prozent. Auch in den übrigen Ländern der Eurozone gingen die Renditen deutlich zurück.

"Zum Wochenauftakt dürften die geopolitischen Entwicklungen über die Energiepreise der Haupttreiber für die Märkte sein", heißt es in einem Marktkommentar der Dekabank. Zu Beginn der Woche sind die Ölpreise weiter gesunken, was die Inflationssorgen dämpfte und die Renditen von Staatsanleihen unter Druck setzte. Zuletzt gab es Meldungen, dass saudische Öllieferungen wieder verstärkt die Straße von Hormus passieren können. Die Aussicht, dass wieder mehr Rohöl auf den Weltmarkt gelangt, belastet die Ölpreise.

Auch bei den französischen Staatsanleihen ging es mit den Renditen im frühen Handel in der zehnjährigen Laufzeit deutlich nach unten, um 0,09 Prozentpunkte auf 4,47 Prozent, obwohl die Ratingagentur Scope die Kreditbewertung Frankreichs gesenkt hatte. Am Freitag hatte Scope Frankreich von "AA-" auf "A+" herabgestuft und dies unter anderem mit einer "anhaltender Verschlechterung der Haushaltslage" und der "herausfordernden politischen Lage, geprägt von verstärkter Zersplitterung und Polarisierung", begründet./jkr/stk

Quelle: dpa-Afx