FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Dienstag nach anfänglichen erneuten Verlusten ein wenig zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future
Die gestiegenen Ölpreise hatten die Anleihen zunächst noch deutlich belastet. Die zugespitzte Lage im Iran-Krieg hatte diese erneut deutlich nach oben getrieben. Dies schürte Inflationserwartungen und belastete die Kurse. Am Nachmittag entspannte sich die Lage am Ölmarkt etwas.
Schließlich ist US-Präsident Donald Trump nur einen Tag nach der Ankündigung einer Gebühr für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus wieder von seiner Idee abgerückt. Nach "äußerst produktiven Gesprächen" mit namentlich nicht genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten habe er beschlossen, die Gebühr "durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschließen werden", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Ölpreise gaben danach einen Teil ihrer vorherigen Aufschläge ab und die Anleihekurse legten etwas zu.
Gestützt wurden die Anleihen auch durch Inflationszahlen aus den USA. Die Jahresrate fiel von 4,2 Prozent im Vormonat auf 3,5 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang der Rate auf 3,8 Prozent gerechnet. "Auch wenn man einen einzelnen Bericht nicht überbewerten sollte, zeichnen die Juni-Daten ein recht günstiges Bild der Inflation", kommentierte Christoph Balz, Volkswirt bei der Commerzbank. "Wir sehen uns in unserer Einschätzung bestätigt, dass die Inflation ihren Höhepunkt überschritten hat. Dies gilt auch für den unterliegenden Inflationstrend, den wir an der Kernrate messen."/jsl/he
Quelle: dpa-Afx