FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Montag deutlich gestiegen. Bis zum Nachmittag haben sie Kursgewinne aus dem frühen Handel weiter ausgebaut. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future legte um 0,54 Prozent auf 121,15 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf 3,44 Prozent. Auch in den übrigen Ländern der Eurozone gingen die Renditen deutlich zurück.

"Zum Wochenauftakt dürften die geopolitischen Entwicklungen über die Energiepreise der Haupttreiber für die Märkte sein", heißt es in einem Marktkommentar der Dekabank. Zu Beginn der Woche sind die Ölpreise mit der Hoffnung auf Fortschritte hin zu einem Ende des Iran-Kriegs weiter gesunken, was die Inflationssorgen dämpfte und die Renditen von Staatsanleihen unter Druck setzte.

US-Präsident Donald Trump sagte dem Fernsehsender Fox News, dass er "wahrscheinlich" zu einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Masoud Pezeshkian am Rande der UN-Generalversammlung in New York bereit sei. Trump wird zudem ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping abhalten und womöglich mit Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten zusammentreffen. Darüber hinaus gab es Meldungen, dass saudische Öllieferungen wieder verstärkt die Straße von Hormus passieren können.

Auch bei den französischen Staatsanleihen ging es mit den Renditen in der zehnjährigen Laufzeit deutlich nach unten, um 0,11 Prozentpunkte auf 4,45 Prozent, obwohl die Ratingagentur Scope die Kreditbewertung Frankreichs gesenkt hatte. Am Freitag hatte Scope Frankreich von "AA-" auf "A+" herabgestuft und dies unter anderem mit einer "anhaltender Verschlechterung der Haushaltslage" und der "herausfordernden politischen Lage, geprägt von verstärkter Zersplitterung und Polarisierung", begründet./jkr/nas

Quelle: dpa-Afx