NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Donnerstag erstmals seit drei Monaten über 1,17 US-Dollar gestiegen. Im New Yorker Handel notierte die Gemeinschaftswährung wieder etwas darunter mit zuletzt 1,1675 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1681 (Mittwoch: 1,1605) US-Dollar festgesetzt.

Seine deutlichen Gewinne vom Vortag hatte der Euro somit zwischenzeitlich etwas ausgebaut, nachdem das US-Finanzministerium angekündigt hatte, die Rückkäufe langlaufender Anleihen auszuweiten. "Fundamental ändern die Rückkäufe nichts", hieß es dazu in einer Einschätzung von Analysten der Dekabank. Allerdings habe die Maßnahme eine "Signalwirkung" und daher seien die Marktreaktionen kräftig ausgefallen. Am Donnerstag legten die tags zuvor erheblich gefallenen Renditen wieder zu.

Die hohe Verschuldung der USA macht den Finanzmärkten zunehmend Sorgen. Die Staatsverschuldung legte zum ersten Mal auf mehr als 40 Billionen Dollar zu. Dass die USA wie andere Staaten einen hohen Schuldenstand aufweisen, ist nichts Neues. Mehrere Entwicklungen haben den Trend jedoch verschärft, darunter die steigende Zinslast sowie wachsende Sozial- und Gesundheitskosten, die mit der alternden Bevölkerung zusammenhängen. Hinzu kommen die enormen Kosten des Iran-Kriegs und die Auswirkungen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump./jsl/he/ajx/he

Quelle: dpa-Afx