FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine überraschend hohe US-Inflation hat dem Dollar am Mittwoch Auftrieb verliehen und den Euro
Am Nachmittag sorgten Preisdaten aus den USA für eine deutliche Kursbewegung am Devisenmarkt. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Morgen über 1,12 gehandelt worden war, fiel der Kurs in kurzer Zeit um mehr als einen halben Cent. Im September war die Inflation auf 3,7 Prozent gestiegen, von zuvor 3,4 Prozent. Der Markt hatte nur eine Jahresrate von 3,6 Prozent erwartet. Auch die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel war stärker als erwartet gestiegen.
"Unter dem Eindruck der deutlich erhöhten Benzin- und Dieselpreise ist der Verbraucherpreisindex im September kräftig gestiegen", kommentierte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba die Inflationsdaten. Die Jahresrate liege nicht nur oberhalb der Konsensschätzung, sondern auch deutlich oberhalb der Zielmarke der US-Notenbank. "Die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed werden somit wieder etwas angeheizt", sagte Umlauf.
Der Kurs des Euro steht bereits seit September unter Druck. In dieser Zeit hat die Gemeinschaftswährung rund 5 Cent verloren. Zunächst hatten eine Leitzinserhöhung in den USA sowie die Spekulation auf einen weiteren Zinsschritt angesichts hoher Inflationsrisiken dem Dollar Rückenwind verliehen - eine Entwicklung, die von den aktuellen Preisdaten untermauert wurde.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84385 (0,84460) britische Pfund, 177,39 (176,91) japanische Yen und 0,9330 (0,9312) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.095 Dollar. Das waren rund 65 Dollar weniger als am Vortag./jkr/he
Quelle: dpa-Afx