NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag deutlich nachgegeben. Im New Yorker Handel rutschte die Gemeinschaftswährung zuletzt auf 1,1139 US-Dollar ab, womit sich der negative Vortagstrend nach der vorangegangenen Erholung verschärfte. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1165 (Donnerstag: 1,1224) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8956 (0,8909) Euro gekostet. Das am Donnerstag vergangene Woche erreichte Tief seit Mai 2025 rückt damit wieder zunehmend in Sichtweite.

Als Belastungsfaktor erwiesen sich vor dem Wochenende starke US-Konjunkturdaten. Insbesondere der überraschend robuste Arbeitsmarktbericht für den Oktober schürte die Erwartungen an eine US-Leitzinserhöhung im Dezember, welche den Dollar als Wertanlage attraktiver gegenüber anderen Währungen machen würde. Im September hatte die Beschäftigungsentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft noch enttäuscht. Zudem hellte sich die Stimmung der amerikanischen Verbraucher im November überraschend auf, wie das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima zeigte.

"Die Zinserwartungen sind wegen der aufkommenden Verunsicherung vor allem bei Tech-Aktien zuletzt deutlich gedämpft worden", kommentierte Helaba-Experte Ralf Umlauf. "Dies könnte sich nun wieder umkehren." In der vergangenen Woche hatte die Fed den Leitzins nicht verändert. Insgesamt hielten sich die Ausschläge am Devisenmarkt nach dem Arbeitsmarktbericht in Grenzen./jsl/gl/he

Quelle: dpa-Afx