FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Donnerstag im US-Handel leicht unter Druck geblieben. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1225 Dollar gehandelt. Im frühen europäischen Geschäft hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1224 (Mittwoch: 1,1267) Dollar fest.

Der Euro hatte am Mittwoch von der Niederlage der Republikaner bei den Parlamentswahlen in den USA profitiert. Am Donnerstag gab er einen kleinen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab. Industriedaten aus Deutschland bewegten den Markt kaum. Die Betriebe hatten im September mehr Aufträge verzeichnet und damit den schwachen Vormonat teilweise ausgeglichen. Experten hatten diese Entwicklung aber in etwa erwartet.

Analyst Marc Schattenberg von der Deutschen Bank sprach von einem "Lichtblick für das Verarbeitende Gewerbe". Besonders erfreulich sei der Anstieg der Bestellungen in der Automobilindustrie. Schattenberg verwies auf das bereits vorhandene Auftragspolster in vielen Industriezweigen. Damit dürfte "das Fundament für eine baldige Erholung im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt gelegt sein".

Die Zinserhöhung der britischen Notenbank stützte das Pfund nicht. Die Bank of England hatte ihren Leitzins wie von Volkswirten erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 4,00 Prozent angehoben. Das künftige Vorgehen machte die Notenbank auch vom weiteren Verlauf des Iran-Kriegs abhängig. "Die heutige Erhöhung sollte nicht als die erste in einer unvermeidlich langen Reihe von Erhöhungen angesehen werden", sagte Notenbankchef Andrew Bailey. "Aber solange der Konflikt im Nahen Osten nicht gelöst ist, scheint sie auch nicht die letzte Erhöhung zu sein."/la/he

Quelle: dpa-Afx