FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
In den USA ist der Preisindex PCE, ein von der US-Notenbank Fed bevorzugter Preisindikator, im August tiefer als erwartet ausgefallen. Die Inflationsrate lag bei 3,4 Prozent, während Analysten einen Wert von 3,7 Prozent erwartet hatten. Dies dämpfte die Spekulation auf weiter steigende Zinsen in den USA im Kampf gegen die erhöhte Inflation, was den Dollar belastete und dem Euro im Gegenzug etwas Auftrieb verlieh.
Zudem machte ein deutlicher Anstieg der Inflation in Deutschland eine weitere Zinserhöhung in der Eurozone wahrscheinlicher, was den Kurs des Euro stützte. Im September ist die Teuerung in der größten Volkswirtschaft der Eurozone angetrieben von hohen Energiekosten getrieben deutlich auf 3,3 Prozent gestiegen. Auch in Spanien hat sich die Inflation spürbar verstärkt und am Freitag wird bei den Preisdaten für die Eurozone ebenfalls eine erheblich stärkere Teuerung erwartet. "Damit stehen die Zeichen deutlich auf eine weitere geldpolitische Straffung durch die EZB im vierten Quartal", sagte Elmar Völker, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85463 (0,85718) britische Pfund, 178,27 (178,41) japanische Yen und 0,9478 (0,9461) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.169 Dollar. Das waren etwa 12 Dollar weniger als am Vortag./jkr/he
Quelle: dpa-Afx