NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Die am Nachmittag veröffentlichten Inflationsdaten aus den USA hatten dem Euro nach ersten Ausschlägen zunächst etwas nach oben verholfen, dann aber drehte die Währung wieder nach unten ab. Die Jahresinflationsrate verharrte im August mit 3,4 Prozent deutlich über dem Ziel der US-Notenbank Fed von zwei Prozent. Zudem hat sich die Stimmung bei den US-Verbrauchern angesichts gestiegener Treibstoffpreise eingetrübt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima sank im September stärker als erwartet.
Laut Tobias Basse von der NordLB zeigen sich mit der aktuellen Entwicklung der US-Verbraucherpreise "keine klaren Entlastungstendenzen". Der Experte glaubt, dass sie es den Gegnern einer Leitzinserhöhung im Fed-Kommitee sehr schwer machen werden, eine Straffung in der kommenden Woche noch zu verhindern. An den Finanzmärkten wird mittlerweile mit einer deutlichen Mehrheit von einer Leitzinserhöhung ausgegangen.
Im Fokus stand auch wieder die Ölpreisentwicklung, dieses Mal allerdings mit einem Rückgang nach der jüngsten Rally. Für etwas Zuversicht sorgte, dass der Iran und Staaten am Persischen Golf am Montag über die umkämpfte Straße von Hormus sprechen wollen. Dies betraf aber mehr den Aktienmarkt, die Bewegungen am Devisenmarkt blieben daraufhin gering./tih/nas
Quelle: dpa-Afx